Praxis für Naturheilverfahren + Präventivmedizin

Montag, 22. Juni 2015

Für Sie gelesen: Depression und Mikrobion

Ganz aktuell im April 2015 erschien eine Studie aus dem Leiden Institut in den Niederlanden zur Wirkung von Probiotika auf das Entstehen depressiver Gedanken. 
Es handelt sich um eine kleine, placebokontrollierte Studie mit nur 40 gesunden Teilnehmern, die für 4 Wochen Probiotika erhielten. (verschiedene Bifidobacterien und Lactobacterien)
Die Teilnehmer hatten einen standardisierten Fragebogen auszufüllen der die Parameter
Depression, Aggression, Hoffnungslosigkeit, aber auch Akzeptanz- und Kontrollmechanismen erfasste.
Nach der 4 -wöchigen Einnahme der genannten Probiotika reduzierten sich depressive und auch aggressive Gedanken. Damit wurde erstmalig gezeigt, dass Probiotika kognitive Mechanismen beeinflussen, die zu Depressionen führen können.
Höhere Serotoninblutspiegel durch eine gesunde Darmflora werden zur Begründung angegeben.  Diskutiert wird ebenfalls ein Zusammenhang von Depression und gesteigerter Permeabilität der Darmwand (Leaky Gut Syndrom), die durch Probiotika wieder gesenkt werden kann. 

In meiner Praxis sind mir diese Zusammenhänge schon sehr lange bekannt. 
Patienten, die nach einer Darmreinigung (Colon-Hydro-Therapie) mit verschiedenen Bakterienstämmen aufgebaut werden, berichten vielfach über Verbesserungen im psychischen Bereich. 
Gezielte Blutanalysen bestätigen auch die Verbesserung der Serotoninblutspiegel, aber auch anderen Parametern wie zum Beispiel ATP, Vitamin B6 und Zink - um nur einige zu nennen.

o.g. Studienangaben: Steenbergen L., et al., A randomized controlled trial to test the effect of multispecies probioticson cognitive reactivity to sad mood. Brain Behav.Immun (2015)
http://dx.doi.org/10.1016/j.bbi.2015.04.003